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Meine große Frühlingsliebe – Rhabarberkuchen mit Crispy-Streuselchen!

12. Mai 2018
Rhabarberkuchen vom Blech 1

Süßsaurer Rhabarber, Streusel mit zartem Dinkelflocken-Crisp und fluffig, saftiger Rührteig … kurz, unglaublich lecker und erfrischend. Hier ist mein Rezept für einen Blechkuchen der im Frühling auf gar keinen Fall fehlen darf. Natürlich fruktosearm, laktosefrei und diesmal, tada tada … auch für die „Normalos“ unter euch, mit Zucker und Milch.

Ich gestehe, ich liebe Rhabarber über alles und in jeder Form der Zubereitung. Frühling ohne Rhabarber geht bei mir gar nicht. Endlich ist die Saison auch dieses Jahr eröffnet und bei unserem Gemüsehändler um die Ecke gibt es den leckeren Himbeer-Rhabarber aus dem Nachbardorf, frisch vom Feld. Das lässt mein Herzchen hochschlagen und ich habe gleich einen Großeinkauf getätigt. Nicht nur, dass ich total auf den süß-säuerlichen Geschmack dieses heimischen Obstes stehe, es ist noch dazu eine Obstsorte, die besonders wenig Fruktose enthält. Ich kann Rhabarber also essen, wenn er ohne den üblichen Industriezucker verarbeitet wird. Da es ja einige Möglichkeiten gibt diesen zu ersetzen, ist es für mich geradezu ein „Fest“ des Obstgenusses. Da es bestimmt den ein oder anderen unter euch gibt, der auch so verschossen in Rhabarber ist wie ich, habe ich euch mein Rezept für diesen wirklich super leckeren Blechkuchen aufgeschrieben. Das Besondere für mich ist die fluffige und saftige Konsistenz des Teiges und die knusprigen Streusel obendrauf. Ich mache sie mit Dinkelflocken. Ihr könnt natürlich auch Haferflocken verwenden, aber Dinkel finde ich persönlich besser, da er nussiger schmeckt. Dazu noch ein Hauch Zimt in den Streuselteig und ich schwebe im 7. Kuchenhimmel.

 

Rhabarberstreuselkuchen 2

Bei den Zutatenangaben findet ihr diesmal die Angaben für „Normalos“ ohne Unverträglichkeiten. Alle Angaben für die Laktose- und Fruktoseintoleranten unter euch stehen in Klammern dahinter.  Übrigens, ihr könnt euren Kuchen zum Servieren noch pimpen mit einer kleinen Zugabe in Form von laktosefreiem Vanilleeis, Schlagsahne oder selbst angerührter Mascarpone-Joghurtcreme.

An dieser Stelle noch ein kleiner Exkurs zum Thema fruktosefreie Süßungsmittel, weil doch einige von euch gefragt haben, wo man Getreidezucker (Mais-Süße) bekommt. Die meisten der fruktosefreien Produkte, die ich für mich verwende sind von Werz oder Frusano. Letztere bekommt ihr online oder im DM-Drogeriemarkt. Ich verwende zum Backen und für Desserts am liebsten Reissirup, den ihr zusätzlich auch im Bio-Markt oder Reformhaus bekommt und Getreidezucker (Mais-Süße). Der Getreidezucker ist einfach perfekt zum Backen geeignet, da er ein ähnliches Backverhalten wie normaler Industriezucker hat und in gleicher Menge ersetzt werden kann. Reissirup ist eher wie ein Honig- oder Sirupersatz einsetzbar und kann auch mal als Brotaufstrich auf das morgendliche Frühstücksbrötchen drauf. Außerdem verwende ich noch Traubenzucker. Dieser hat allerdings das schlechteste Backverhalten. Meist bräunt er zu stark und die Teige werden damit etwas flüssiger. Daher setze ich diesen weniger bzw. in geringerem Verhältnis ein. Was alle gemeinsam haben, ist eine geringere Süßkraft als normaler Industriezucker.

 

Rhabarberkuchen vom Blech 3

 

Rhabarberstreuselkuchen

 

Rhabarberkuchen vom Blech 5

So genug erzählt, hier kommt das Rezept. Möge der Rhabarber mit euch sein …

Zutaten (für ein Backblech ca. 40 x 30 cm)

Teig
Etwas weiche Butter und Mehl für das Backblech oder Backpapier
250 g weiche Butter (laktosefrei) 
200 g Zucker (oder fruktosefrei: Getreidezucker – Mais Süße, z.B. von Frusano)
5 Bio-Eier, Größe M
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
450 g Mehl
120 ml Milch (laktosefrei)
Mark einer Vanilleschote 
Abrieb der Schale einer Bio-Zitrone

Belag
1 kg Rhabarber

Streusel
150 g Mehl
50 g Zucker (oder fruktosefrei: Getreidezucker – Mais Süße, z.B. von Frusano)
1 Prise Salz
1 TL Zimt
100g Dinkelflocken Feinblatt (oder Haferflocken)
100 g kalte Butter (laktosefrei)

Außerdem
Puderzucker zum Bestäuben (wenn ihr keine Fruktose-Unverträglichkeit habt)
Als Beilage Vanilleeis, Schlagsahne oder selbst angerührte Mascarpone-Joghurtcreme (laktosefrei)

 

Zubereitung
1. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
2. Ein Backblech mit Butter bepinseln und mit Mehl bestäuben oder dieses mit Backpapier auslegen.
3. Für den Teig die weiche Butter schaumig rühren und abwechselnd Zucker und Eier untermischen.
4. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch in die Butter/Ei-Masse einrühren, so dass ein geschmeidiger, streichfähiger Teig entsteht. Vanillemark, Salz, und Zitronenabrieb zugeben und alles nochmals kurz unterrühren.
5. Den Teig auf das Blech geben und gleichmäßig verstreichen.
6. Für den Belag den Rhabarber waschen, putzen und in 1-2 cm große Stücke schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
7. Für die Streusel Mehl, Zucker, Salz, Zimt und die Getreideflocken mischen. Kalte Butter in kleinen Stückchen zugeben und mit dem Handrührer oder per Hand zu Streuseln verarbeiten.  Dann die Streusel auf dem Rhabarber verteilen.
8. Den Rhabarberkuchen im Ofen (mittlere Schiene) ca. 40-45 Minuten backen. Zwischendurch immer mal in den Ofen schauen, ob der Kuchen oben zu dunkel wird. Dann gegebenenfalls  mit Alufolie abdecken.
9. Nach Ende der Backzeit den Rhabarberkuchen aus dem Ofen nehmen, Stäbchenprobe machen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
10. Wenn ihr keine Unverträglichkeiten habt, könnt ihr den Kuchen mit Puderzucker bestäuben und dazu Vanilleeis, halbfest geschlagenen Sahne oder eine selbst angerührte Mascarpone-Joghurt-Creme servieren.

 

Rhabarberstreuselkuchen 6

 

Und, habe ich euch angesteckt mit meinem Rhabarberfieber? Wenn ja, dann schaut doch bald mal wieder bei mir rein, denn ich habe auch noch ein yummy Rhabarber-Crumble Rezept, das ich für euch auch noch verbloggen werde.

Viel Spaß beim Backen meiner ganz großen Frühlingsliebe und lasst es euch schmecken!
Eure Regina

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